Juli 13, 2011

IRONMAN SWITZERLAND 2011

Winning is not everything – but making the effort to win is
Der Ironman Switzerland 2011 war eine grosse Herausforderung für mich und ich wusste selber nicht so genau, was mein Körper noch hergeben würde. Acht Wochen nach meinem Sieg am Ironman St.George, Utah, einem 3.Rang am Ironman Neuseeland und zwei weiteren dritten Rängen über die 70.3 Ironman Distanz, sollte ich es also herausfinden.
Die Vorbereitung war nicht ganz ideal verlaufen, konnte ich doch wegen einer Entzündung im Fuss 2.5 Wochen lang kein Lauftraining absolvieren. Erst 4 Tage vor dem Wettkampf versuchte ich wieder locker zu laufen und entschied mich für einen Start. Und ich muss hier auch gleich sagen, ich glaube nicht, dass dies auf meine Leistung einen grossen Einfluss hatte. Glücklicherweise habe ich den Fuss im Rennen überhaupt nicht mehr gespürt. Keine ideale Vorbereitung im Kopf aber überhaupt keine Ausrede dass es deswegen nicht geklappt hat.
Ich habe nach dem Motto von Steve Prefontaine “Somebody may beat me, but they are going to have to bleed to do it.” sehr viel riskiert. Von Anfang an habe ich ein enorm hohes Tempo angeschlagen. Auf den letzten 20km Radfahren wurde mir dies etwas zum Verhängnis, denn ich kriegte Krämpfe im rechten Oberschenkel und musste Tempo herausnehmen. Ronnie konnte dadurch in kurzer Zeit wieder etwas an Boden gut machen und verliess nicht weit hinter mir die Wechselzone für den abschliessenden Marathon. Da versuchte ich bis Kilometer 20 nochmals alles und ich war im soliden 2h50min Marathon Tempo unterwegs. Immer in der Hoffnung, Ronnie würde vieleicht doch noch eine Schwäche zeigen. Aber leider kam es anders heraus. Während Ronnie solide sein Tempo durchziehen konnte, war ich nach 22-23km am Ende meiner Kräfte und das brutal harte Rennprogramm der letzten 5 Monate machte meine letzten 1.5h Rennstunden zu einem reinen Ueberlebenskampf. Man ist dann in einer Situation, wo Rang und Zeit keine Rolle mehr spielen. Man hat nur noch eines im Kopf, nämlich irgendwie noch ans Ziel zu kommen. Nun, das habe ich noch geschafft und auch wenn ich auf den letzten 2km noch den 2ten Rang verloren habe, so war unter all diesen Umständen der dritte Rang doch auch ein kleiner Sieg für mich (und über mich). Und wie jemand auf meiner “facebook wall” so schön gesagt hat, “winning is not everything – but making the effort to win is” .

Euer Mathias

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