Juni 14, 2010
Tri Grand Prix Basque Country, Zarautz Spain
Es war ein interessantes Unterfangen einmal innerhalb von 6 Tagen an zwei Halb Distanzen zu starten. Etwas belastet hat es mich schon, dass ich am 70.3 Schweiz so leere bzw. total müde Beine hatte. War ich im Übertraining? Habe ich es übertrieben mit den sehr harten und umfangreichen Trainingswochen gleich nach dem Ironman South Africa? Fragen über Fragen, die mich ehrlich gesagt schon etwas verunsicherten. Auch wenn ich mir ins Bewusstsein redete, dass ich für Rapperswil nur 3 Tage Erholung von Coach Bennett gekriegt habe, und nun wenigstens 5 ruhige Tage bis zum Tri Grand Prix hatte.
So reiste ich am Donnerstag mit gemischten Gefühlen ins Baskenland. Durch meine späte Anreise blieb mir nicht viel Zeit für eine genaue Streckenbesichtigung. Ich konnte zwar die ersten 30km am Vortag noch locker mit dem Rad abfahren. Der zweite Streckenabschnitt musste ich mir dann aber aus dem Auto aus einprägen. Nicht ganz ideal wenn man bedenkt, dass ich gegen Einheimische wie Eneko Ilanos, Clemente Alonso und usw. antreten musste. Die Radstrecke ist schon sonst die anspruchsvollste, welche ich jemals in einem Triathlon Wettkampf gesehen habe. Schon nach der Wechselzone geht es 4km den Berg hoch. Weitere Anstiege und technische Abfahrten folgen. Das grosse Highlight aber kommt nach km 60. Dann fährt man nämlich in eine regelrechte Wand hinein. Unten am Berg hängt ein grosses Plakat wo drauf steht „welcome to hell“ … das sagt eigentlich schon alles. Es folgt ein 2km langer Aufstieg mit 20 – 23% Steigung, eine kurze Abfahrt und dann nochmals 3km zum höchstgelegen Punkt der Strecke, bevor eine 11km super schnelle Abfahrt folgt.
Gleich nach den 2.5km Schwimmen (welches ich hinter dem Australier Paul Matthews als zweiter beendete), setzte ich mich an die Spitze. Und diese gab ich bis in die zweite Wechselzone auch nie mehr ab. Meine guten Radbeine waren also wieder zurück. Die Wattzahlen wieder da, wo sie sein sollten. Rapperswil war vergessen. Ich führte das Rennen an, gefolgt von Eneko Ilanos, dem Hawaii 2ten 2008. Auf den ersten 60km konnte ich meinen Vorsprung auf 1min ausbauen, im zweiten Streckenabschnitt verlor ich davon aber wieder 30sec.
Mein Lauf begann eigentlich sehr gut. Ich konnte die vorgenommene Pace sehr gut anlaufen und Ilanos konnte die 30sec bis zu km 5 nicht schliessen. Dann zog er an mir vorbei und ich versuchte meinen Rhythmus weiterzulaufen. In den letzten 5km fehlte mir dann einfach die Kraft und ich ging ziemlich ein. So musste ich noch Clemente Alonso, den früheren Junioren Europameister und einen weiteren Spanier an mir vorbeiziehen lassen.
Schlussendlich bin ich mit dieser Standortbestimmung sehr zufrieden. Nur 2:10 hinter Eneko ins Ziel zu kommen und so lange das Rennen anzuführen, das war eine tolle Sache. Schlussendlich ist dies mein letztes Trainingsrennen auf dem Weg zum Ironman Switzerland am 25.Juli. Es folgen nun weitere harte und umfangreiche Trainingswochen. Und jetzt kann ich mich auch wirklich darauf freuen, denn ich weiss der Fahrplan stimmt 100%.
MEN
1 LLANOS BURGUERA, ENEKO , ESP, 3:58:14
2 ALONSO MCKERNAN, CLEMENTE, ESP, 3:58:43
3 ELGEZABAL FERNANDEZ, MIKEL, ESP, 3:59:43
4 HECHT, MATHIAS, SUI, 4:00:24
5 TORSTEN, ABEL, USA, 4:00:33
6 DEL CORRAL MORALES, VICTOR , ESP, 4:01:18
7 LE FLOCH, XAVIER, FRA, 4:02:32
8 BLANCHART TINTO, MIQUEL, ESP, 4:02:53
9 VILA ERRANDONEA, PATXI, ESP, 4:03:18
10 LLANOS BURGUERA, HEKTOR, ESP, 4:03:33
11 NEYEDLI, SCOTT, GBR, 4:08:04
12 EGEA CACERES, ARITZ, ESP, 4:10:36
13 ZALAKAIN ERBITI, EGOITZ, ESP, 4:13:04
14 MATTHEWS, PAUL, AUS, 4:13:24
15 GARZIA EIZAGIRRE, ENDIKA ESP 4:14:56
WOMEN
1 MORRISON, CAT , GBR, 4:18:25
2 CAVE, LEANDA , GBR, 4:19:07
3 CARFRAE, MIRINDA, AUS, 4:22:33
4 LAWN, JOANNE, NZL, 4:34:52
5 NIEDERFRINIGER, EDITH, ITA, 4:39:51
6 BURGOS ACUÑA, ANA ,ESP, 4:43:12
7 GRANT, JULIA , NZL, 4:44:56





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